Lebensmittelzusatzstoffe

Es gibt tausende Chemikalien, die unseren Nahrungsmitteln hinzugefügt werden. Hier nur ein klitzekleiner Auszug problematischer und zum Teil sogar gefährlicher Stoffe. Wenn immer möglich, würde ich Lebensmittel mit solchen Inhaltsstoffen meiden. E-Nummern werden in Europa als Kennzeichnung verwendet, INS-Nummern weltweit. Es gibt Apps wie Codechek, die das Lesen der Deklarationen auf den Verpackungen vereinfachen. Du kannst sie verwenden, um gleich im Laden zu überprüfen, ob du nicht besser zu einem anderen Produkt greifen solltest. Auch wenn ein Stoff natürlich vorkommt, heisst das noch lange nicht, dass er unbedenklich ist. Die Industrie entwickelt laufend synthetische Varianten, die den natürlichen Stoffen ähnlich genug sind, damit sie unter dem selben Namen verkauft werden dürfen. 100% identisch sind sie aber nicht. Der Mensch kann die Natur nicht kopieren, nur nachmachen.

Kennzeichen Stoff Funktion Beschreibung
E100/INS100 Kurkumin Gelboranger Farbstoff Organisches Kurkumin, welches aus Kurkuma gewonnen wird, ist wahrscheinlich unbedenklich, aber die synthetische Variante ist problematisch. Bei Schweinen wurden Probleme mit der Schilddrüse beobachtet. Kann unter Umständen Aluminiumverbindungen aus der Herstellung enthalten. Wieso man synthetisches Kurkumin einem Curry als Farbstoff hinzufügen muss, ist mir schleierhaft. Man könnte ja auch einfach natürliches Kurkuma verwenden.
E171/INS171 Titandioxid Weisser Farbstoff Enthaltene Nanopartikel können für den Darm gefährlich und möglicherweise Krebserregend sein. Kann Aluminium enthalten, ohne dass dies deklariert ist. Bedenken zur Genotoxizität konnten bisher nicht ausgeräumt werden. [^1] Wurde mittlerweile in Lebensmitteln verboten, in anderen Produkten wie Kosmetika und Medikamenten jedoch weiterhin erlaubt.
E173/INS173 Aluminium Silbergrauer Farbstoff Aluminium kann in Kontakt mit Säuren vom Körper aufgenommen werden. Es kann schwere Störungen an Gehirn und Nerven verursachen und den Hormonhaushalt stören. Führt bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Dialyse-Patienten zu progressiver Enzephalopathie (Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit und Aggressivität) durch Untergang von Hirnzellen und zu fortschreitender Demenz, zu Osteoporose (Arthritis) mit Knochenbrüchen und zu Anämie. Es steht zudem in Verdacht, Krebs und Alzheimer auszulösen.
E214/INS214
E215/INS215
E218/INS218
E219/INS219
PHB-Ester
PHB-Ethylester-Natriumsalz
PHB-Methylester
PHB-Methylester-Natriumsalz
Konservierungsmittel
Aromastoffe
Hormonähnliche Substanzen (Parabene). Hemmen das Wachstum von Pilzen und Bakterien. Haben eine lokal betäubende Wirkung. Extrem giftig für Fleischfresser wie Hunde und Katzen. Wird offenbar oft ohne Deklaration über andere Zutaten hinzugefügt.
E220/INS220 Schwefeldioxid Konservierungsmittel
Desinfektionsmittel
Antioxidationsmittel
Enzymhemmstoff
Farbstabilisator
Ein natürlich vorkommendes Gas. Zerstört Vitamin B1 (Thiamin). Kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Asthma und allergische Reaktionen verursachen.
E320/INS320
E321/INS321
Butylhydroxyanisol (BHA)
Butylhydroxytoluol (BHT)
Antioxidationsmittel Zerfallsprodukte werden im Fett, Muttermilch und Fötus angereichert. In Tierversuchen wurden Veränderungen an Immunsystem, Blut, Schilddrüse und Leber beobachtet und Magengeschwüre festgestellt. BHA kann Benommenheit verursachen.
E338/INS338 Phosphorsäure Säuerungsmittel
Säureregulator
Aufschlussmittel
Trägerlösemittel
Komplexbildner
Ausgangsstoff für Rostentferner, Dünger, Waschmittel. Wird als Korrosionsschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt. Körpereigener Stoff, der bei übermässigem Verzehr Magen/Darm übersäuert, den Zahnschmelz zerstört und den Calciumstoffwechsel beeinflusst. Kann Rückstände von Arsen, Cadmium, Uran enthalten. In grossen Mengen z.B. in Coca Cola enthalten.
E520/INS520
E521/INS521
E522/INS522
E523/INS523
Aluminiumsulfat
Aluminiumnatriumsulfat
Aluminiumkaliumsulfat
Aluminiumammoniumsulfat
Stabilisator
Festigungsmittel
Fällungsmittel
Schaumverhüter
Aluminiumsalze der Schwefelsäure. Siehe Aluminium E173
E541/INS541 Saures Natriumaluminiumphosphat Säuerungsmittel
Säureregulator
Backtriebmittel
Siehe Aluminium E173 und Phosphorsäure E338
E554/INS554 Natriumaluminiumsilicat Trennmittel
Füllstoff
Farbstoff
Steht in Verdacht, Krebs zu erzeugen. Siehe auch Aluminium E173
E555/INS555 Kaliumaluminiumsilicat Trennmittel
Füllstoff
Siehe Aluminium E173
E586/INS586 4-Hexylresorcin Antioxidationsmittel
Farbstabilisator
Enzymhemmstoff
Verhindert Fleckenbildung auf Schalen von Krebstieren. Entwurmer für Tiere, tötet Parasiten ab. Hormonelle Wirkung schon ab kleinsten Mengen beobachtet. Starke allergische Reaktionen möglich.
E620/INS620 Glutaminsäure Geschmacksverstärker
Kochsalzersatz
Aromastoff
Besser bekannt als Glutamat. Prinzipiell ein Neurotransmitter, kommt natürlich aber nicht in freier Form vor. Es wurden Fortpflanzungsstörungen, Lernschwierigkeiten, erhöhte Fresslust und daraus resultierendes Übergewicht beobachtet. Verursacht offenbar das China-Restaurant-Syndrom.
E621/INS621
E622/INS622
E623/INS623
E624/INS624
E625/INS625
Mononatriumglutamat
Monokaliumglutamat
Calciumdiglutamat
Monoammoniumglutamat
Magnesiumdiglutamat
Geschmacksverstärker
Kochsalzersatz
Aromastoff
Chemische Verbindungen der Glutaminsäure. Siehe Glutaminsäure E620
E951/INS951 Aspartam Süssungsmittel
Geschmacksverstärker
Hochgiftiger chemischer Stoff aus Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol. Etwa 200x süsser als Zucker. Aspartam zerfällt im Körper in seine ursprünglichen Bestandteile und ist somit gefährlich für Menschen mit Phenylketonurie. Lebensmitteln müssen deshalb mit einem Warnhinweis versehen werden. Kann verfrühte Pubertät, Krebs, neurologische Schäden und zahlreiche weitere Gesundheitsstörungen auslösen.
E952/INS952 Cyclamat Süssungsmittel Etwa 35x süsser als Zucker. Das Stoffwechselprodukt Cyclahexamin führt in hohen Dosen zu DNA-Schäden, Blasenkrebs, Wachstumsstillstand und Störungen des zentralen Nervensystems. Die empfohlene Maximalmenge wird schon beim Äquivalent des Zuckergehalts eines einzelnen Jogurts erreicht.
E954/INS954 Saccharin Süssungsmittel Etwa 500x süsser als Zucker. Verursacht möglicherweise Blasenkrebs. Datenlage ist etwas unklar. In Muttermilch nachweisbar.
E955/INS955 Sucralose Süssungsmittel Etwa 600x süsser als Zucker. Verändert den Stoffwechsel. Unter Hitze entstehen giftige Chlorpropanole. Brauchbare Studien scheint es keine zu geben. Beobachtet wurden Leukämieerkrankungen und die Vernichtung nützlicher Darmbakterien, die sich auch nach längerem Verzicht nicht wieder erholten.
E961/INS961 Neotam Süssungsmittel Aspartam-ähnlicher synthetischer Stoff. Etwa 10'000x süsser als Zucker. Siehe Aspartam E951
E962/INS962 Aspartam-Acesulfamsalz Süssungsmittel Verbindung aus Aspartam und Acesulfam. Etwa 350x süsser als Zucker. Siehe Aspartam E951
E969/INS969 Advantam Süssungsmittel
Geschmacksverstärker
Synthetisches Produkt aus Isovanillin und Aspartam. Etwa 2'000x süsser als Zucker. Keine unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen und Langzeitstudien verfügbar. Siehe auch Aspartam E951
E1521/INS1521 Polyethylenglycol (PEG) Lösungsvermittler
Trägerstoff
Feuchthaltemittel
Schaumverhüter
Überzugsmittel
Synthetisches Polymer. Macht Membranen im Körper durchlässiger für schädliche Substanzen. Wird in Impfungen zur Einschleusung modifizierter Gene in den Zellkern benutzt. Besteht hauptsächlich aus Ethylenoxid, einem krebserregenden Erdölderivat. In der Herstellung kann das ebenfalls krebserregende Lösungsmittel Dioxan entstehen, welches biologisch praktisch nicht abbaubar ist und sich schnell im Blut anreichert. Mit Restvorkommen muss gerechnet werden, da Verunreinigungen nur schwer messbar sind.

Die hier beschriebenen Stoffe sind nicht in allen Lebensmitteln zugelassen. Zum Teil sind sie auch nur für einen ganz bestimmten Zweck zugelassen wie Farbüberzüge auf Kuchen, Süssigkeiten oder Kaugummis. Genaue Informationen findet man in der EU-Datenbank der Lebensmittelzusatzstoffe. Immerhin gelten für Babynahrung strengere Regeln als für Kinder- und Erwachsenennahrung. Aber was bringt es, wenn wir Aluminiumverbindungen in Babynahrung verbieten und es dann in grossen Mengen als Impfungen direkt ins Blut unserer Kinder spritzen? Das macht überhaupt keinen Sinn. Es erweckt mehr den Anschein, dass mit den vorhandenen Gesetzen nur die zu Recht besorgte Bevölkerung beruhigt werden soll. Der Profit der Industrie ist wie immer wichtiger als unsere Gesundheit. Will man diesem Giftcocktail ausweichen, muss man seine Nahrung komplett selber zubereiten und peinlichst genau darauf achten, alle Zutaten aus vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen. Nur wer kann das schon? Saubere Nahrung kann teuer sein und schwer zu kriegen.

Beachte bitte die Gruppe der Süssungsmittel. Diese werden häufig in Diät- und Light-Produkten verwendet. Erfahrungen zeigen, dass diese Produkte nicht nur nicht zu Gewichtsverlusten führen, sondern auch noch gesundheitsschädigend sein können. Was nicht verwundert, wenn man weiss, dass der Körper Fett als Mülldeponie verwendet. Schadstoffe werden in Fett eingelagert bis sie abgebaut werden können. Das ist der Grund für den häufig auftretenden Jojo-Effekt bei Menschen, die sich im Trainingscenter abstrampeln. Wenn das Gift nicht aus dem Körper entfernt wird, wird dieser es bei der nächsten Gelegenheit wieder einlagern und zusätzlich noch einen Puffer einbauen, damit bei der nächsten Trainingssession nicht gleicht wieder der ganze Organismus mit Müll überschwemmt wird. Der übliche weisse Zucker ist auch nicht das wahre, aber immer noch besser als den Körper in eine chemische Mülldeponie zu verwandeln.

Das Ganze zeigt, wie wichtig es heutzutage ist, unsere Körper regelmässig zu entgiften. Solche Chemikalien befinden sich nicht nur in Lebensmitteln. Wir finden sie auch in Kosmetika, Zahnpasta, Medikamenten, Putzmitteln, Waschmitteln, Spielzeug, Verpackungen, Kleidung usw. Wenn sie nur einem rein technischen Aspekt dienen, müssen sie nicht mal deklariert werden. Darunter fallen z.B. Stoffe, die zur Vereinfachung der maschinellen Verarbeitung eingesetzt werden. Laut Gesetz dürften diese im Endprodukt nicht mehr vorhanden sein. Eine vollständige Entfernung ist jedoch gar nicht möglich. Es bleiben immer Reste zurück. Kontrolliert wird das nicht wirklich. Das ist dem jeweiligen Hersteller überlassen. Kontrollen werden von den Behörden nur selten durchgeführt. Studien zur Toxizität der eingesetzten Chemikalien werden meist nur von den Herstellern selber durchgeführt, wenn es denn überhaupt welche gibt. Wie vertrauenswürdig die Ergebnisse dieser Studien sind, kann sich jeder selber ausmalen. Gibt es doch mal unabhängige Studien, die etwas negatives berichten, werden diese sofort mit aller Härte bekämpft und die Ergebnisse vor der Öffentlichkeit versteckt. Das sagt eigentlich schon alles.

Weiterführende Lektüre und Quellen

Lexikon der Lebensmittelzusatzstoffe von Marion Schimmelpfennig

Zusatzstoffe Datenbank von DR. WATSON

EU-Datenbank der Lebensmittelzusatzstoffe

Liste der Lebensmittelzusatzstoffe und Funktionsklassen auf Wikipedia

Die hier publizierten Informationen basieren auf meinem aktuellen Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Dem voraus gehen jahrelange Recherchen und persönliche Erfahrungen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit der dargestellten Informationen. Sie dienen ausschliesslich der Aufklärung und sollen dem Leser Möglichkeiten aufzeigen. Das geschriebene dient nicht als Diagnose oder Therapie und kann in keiner Weise den Besuch bei einem qualifizierten Mediziner ersetzen. Wenn du selbständig Massnahmen ergreifst, tust du das auf eigene Verantwortung. Lass dich vom Naturheilpraktiker oder Arzt deiner Wahl beraten und begleiten. Informiere dich selbständig weiter, recherchiere, tausche dich aus mit anderen Betroffenen. Wenn du etwas findest, was deiner Meinung nach in diesen Artikel gehört, schreib mir bitte. Danke!