Damit ihr euch ein Bild machen könnt, mit wem ihr es hier überhaupt zu tun habt, möchte ich euch gerne meine Geschichte erzählen. Wie bin ich dazu gekommen, meine bisherige Tätigkeit teilweise aufzugeben und mich in dieses neue Abenteuer zu begeben? Wieso stelle ich all diese zum Teil recht kontroversen Informationen ins Netz? Es besteht bei mir die Hoffnung, dass sich der ein oder andere geneigte Leser an gewissen Stellen vielleicht selber erkennt und wie ich den Mut fasst, dem Ruf seiner Seele zu folgen. Wenn nur einer das macht, hat sich der Artikel schon gelohnt. Im Grunde genommen sind wir alle als spirituelle Wesen in diese Welt geboren mit unterschiedlichen Graden an Amnesie. Schaffen wir es, uns daran zu erinnern, wer wir sind und woher wir kommen, haben wir die Möglichkeit, eine bessere Welt für uns und unsere Nachkommen zu erschaffen. Die Zeit dafür ist genau richtig jetzt.

Ich war ein krankes Kind. Geboren mit einem Herzfehler, schwaches Immunsystem, ständig beim Arzt wegen Entzündungen und Allergien, Zahnprobleme, Übergewichtig, etc. Der Heuschnupfen war so extrem, dass ich im Sommer zuhause sass während meine Freude draussen spielten. Nur in den Ferien am Meer war es erträglich. Ich hasste die Ärzte und die Medikamente, mit denen sie mich vollstopften. Die Schule mochte ich überhaupt nicht, da von Anfang an klar war, dass das meiste, was uns dort erzählt wurde, rein gar nichts mit der Realität zu tun hat. Sogar im Kindergarten bin ich immer abgehauen und hab geschwänzt. Man könnte sagen, ich war ein schwer erziehbares Kind. Das war in den achtziger und neunziger Jahren. Heute würde man mich wohl mit Psychopharmaka vollstopfen und ruhig stellen. Damals konnte ich mir jedoch einiges erlauben. Anstatt den Lehrern zuzuhören habe ich meistens gezeichnet, Musik gehört oder gelesen. Wissenschaften wie Biologie, Physik und Mathematik waren interessant, aber das stupide Auswendiglernen passte mir überhaupt nicht und der Unterricht war langweilig. Ich wollte den Stoff verstehen. Ich wollte wissen, wie Dinge funktionieren und nicht einfach nur Aussagen wiederholen, die die Lehrer irgendwann mal an die Wandtafel geschrieben haben. Ich habe mich geweigert, an dem seelenlosen Frontalunterricht teilzunehmen, der den Schülern das selbständige Denken und jegliche Kreativität austreibt. Stattdessen arbeitete ich die Bücher selbständig durch und ignorierte den Unterricht oder schwänzte ihn grad komplett. Mit dem Ergebnis, dass ich andern Schülern Nachhilfestunden gab und gerne mal die Lehrer korrigierte, wenn sie Mist an die Wandtafel schrieben. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich mich damit nicht gerade beliebt gemacht habe. Das Büro des Rektors am Gymnasium war mir bestens bekannt.

Glücklicherweise gibt es Lehrer, die das Potential ihrer Schüler erkennen und sie sich entfalten lassen. Der Rektor war einer dieser seltenen Lehrer. Und auch mein Mathelehrer, welcher zugleich mein Klassenlehrer war. Er hat mich Konzepte erkunden lassen wie die Chaostheorie. Er hat mich Programme schreiben lassen, dazumal noch in Basic oder Pascal, die die Musterung von Meeresschnecken nachzeichneten. Biologische Konzepte mathematisch erklärt und am Bildschirm reproduziert. Ich hatte schon immer diese Fähigkeit, grosse Mengen an Informationen aufnehmen zu können, Muster im Chaos zu erkennen und darin Zusammenhänge ausfindig zu machen. Wer hätte damals gedacht, dass diese kleine Geste eines Lehrers, der seinen Job wirklich verstanden hat, mir später in meinem Leben immens helfen würde. Meine Hochachtung gilt allen Lehrern, die ihre Schüler in ihren Stärken fördern und sie nicht dafür bestrafen, anders zu denken als der Rest der Klasse. Danke! Ihr habt nicht versucht, mich in eine Schublade zu drücken. Dank euch bin ich nicht in dem mentalen Gefängnis stecken geblieben, dass den Kindern in der Schule übergestülpt wird. Heute leider mehr denn je.

Dadurch dass ich der Indoktrination des Schulsystems entgangen bin, habe ich viele der Fähigkeiten behalten, mit denen Menschenkinder geboren werden. Dir ist es vielleicht nicht bewusst, aber Kinder haben eine völlig andere Wahrnehmung als Erwachsene. Kleinkinder sehen die Welt, wie sie wirklich ist. Erst im Laufe der Zeit bildet das Gehirn Filter aus, die Informationen aus der Wahrnehmung entfernen. Was nicht wichtig ist, oder vielleicht besser gesagt nicht relevant, wird ausgeblendet. So sehen Kinder beispielsweise Auras, reden mit Geistern und kommunizieren telepathisch mit anderen Kindern und Tieren. Imaginäre Freunde sind nicht imaginär. Das sind Wesen, die uns begleiten. Geister, Spirits, Seelen oder wie auch immer man sie nennen möchte. Wenn den Kindern während der Erziehung beigebracht wird, dass das alles Einbildung ist, wird im Hirn ein Filter einprogrammiert, der diese Elemente aus der Wahrnehmung entfernt. Ein Kind, das einen blau leuchtenden Hund malt, ist nicht etwa Farbenblind oder bescheuert. Es sieht die Aura des Hundes und bringt ihn aufs Papier, so wie es ihn wahrnimmt. Das Kind braucht weder einen Optiker noch einen Psychologen. Es braucht einen Erwachsenen, der dem Kind hilft, seine Fähigkeiten zu entfalten. Es braucht einen passenden Lehrer. Ohne dem geht es dem Kind entweder so, wie es mir ergangen ist, oder es verliert seine Fähigkeiten. Ich war völlig alleine mit meiner Wahrnehmung, die sich sehr von der meines Umfelds zu unterscheiden schien. Dachte ich jedenfalls. Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher. Wahrscheinlich war ich gar nicht so alleine damit. Hätte ein Erwachsener diese Aspekte gefördert, so wie es alte Naturvölker nach wie vor machen, wären sicher noch andere Kinder aufgetaucht mit ähnlichen Erfahrungen. Glücklicherweise lassen sich diese Filter auch wieder entfernen. Man kann sie "entlernen".

Haeckel_Spumellaria

Ernst Haeckel, Public domain, via Wikimedia Commons

Ich mag mich erinnern, wie der besagte Mathelehrer eines Tages nach dem Unterricht meine Zeichnungen betrachtete und sagte, die Muster, die ich zeichnete, sehen sonst nur Drogenabhängige und Menschen in der Psychiatrie. Mein Gott was stimmt mit dem Mann nicht, dachte ich. Jahre später sah ich in der Zeitschrift GEO Abbildungen der Skelette von Radiolarien (Strahlentierchen) unter dem Rasterelektronenmikroskop. Ein handgezeichnetes Beispiel siehst du hier links. Das sind die Strukturen, die ich im Unterricht aus Langeweile zeichnete, lange bevor ich sie zum ersten mal zu Gesicht bekommen habe. Ich zeichnete also Dinge, die ich erst viel später sehen würde. So verhielt es sich auch mit meinen Träumen. Ich träumte von Situationen und Ereignissen, die später eintreten würden. Zum Teil Jahre im Voraus. Manchmal waren das wiederkehrende Träume, dich ich nicht verstanden habe. Dann waren sie plötzlich weg und eines Tages, aus dem Nichts, fand ich mich in genau der Situation wieder, die ich vorher immer wieder in Träumen durchlebt hatte. Alles hat gepasst. Die Leute, die Gespräche, die Umgebung, Geräusche, Gerüche, einfach alles. Wie war das möglich? Uns wurde erzählt, dass das alles nur Einbildung wäre. Ein Trick, den unser Verstand uns spielt. Aber so extrem genau und so weit im Voraus? Heute ist klar, dass das kein Hirngespinst ist. Man muss sich nur ein bisschen mit Quantenphysik beschäftigen. Da ist alles erklärt. Die lineare Zeit ist ein Konstrukt unserer physischen Welt. In der spirituellen Realität existiert sie nicht. Ich kenne Leute, die können diese Situationen ändern. Sie haben Träume wie ich und wenn die Situation dann tatsächlich eintrifft, ändern sie sie einfach, wenn ihnen etwas daran nicht passt. Ich kann das nicht. Ich durchlebe die Situation genau so wie ich sie geträumt habe und nehme für diese Zeit eine Art Zuschauerposition ein.

Diese Träume habe ich heute immer noch, aber viel viel weniger als früher. Dafür hat sich meine Wahrnehmung für Energien und Emotionen verschärft. Ich sauge Emotionen aus meinem Umfeld auf wie ein Schwamm. Wenn es den Leuten gut geht, geht es auch mir gut. Wenn jemand schlecht drauf ist, färbt das sofort auf mich ab. Das kann so stark werden, dass ich etwas dagegen unternehmen oder mich aus der Menge entfernen muss. Unsere Körper sind grosse und sehr feinfühlige Antennen. Wir senden und empfangen die ganze Zeit Signale. Emotionen sind nichts anderes als Energien mit bestimmten Frequenzen. Wir nehmen unsere Emotionen an ganz bestimmten Stellen im Körper wahr. Es gibt mittlerweile recht detaillierte Karten, welche den Einfluss unserer Gefühle auf die verschiedenen Körperregionen abbilden. Wenn wir negative Emotionen nicht verarbeiten und auflösen, bleiben diese in unserem Energiefeld hängen. Sie verursachen Störfelder, die sich mit der Zeit in Schmerzen, Verspannungen und sogar Krankheiten manifestieren, die man mit konventionellen medizinischen Mitteln nicht wegbringt. Das ist ein sehr interessantes Forschungsgebiet. Leider habe ich erst gegen Ende meiner Dreissiger gelernt, meine Emotionen von denen der Menschen in meinem Umfeld zu unterscheiden. Bis dahin wurde ich regelmässig mit Gefühlen überschwemmt, die nicht meine waren und ich verstand nicht, wieso ich mich plötzlich so schlecht fühlte. Heute kann ich sie weitgehend unterscheiden und meist auch korrekt interpretieren. Fragt sich jeweils nur noch, von wem genau sie kommen.

Diese Übertragung von Gefühlen nennt man Empathie. Wir alle haben diese Fähigkeit. Nur ist sie unterschiedlich stark ausgeprägt und bei Psychopathen scheint sie komplett zu fehlen. Das sind die einzigen Menschen, bei denen ich absolut nichts wahrnehme. Keine Aura, keine Gefühle, nichts positives oder negatives. Als wäre die Antenne deaktiviert. Viele Psychopathen sind notorische Lügner. Normalerweise registrieren wir Lügen als solche und unser Bauchgefühl sag uns, dass da was nicht stimmt. Bei Psychopathen funktioniert das nicht, da ohne Empathie keine Signale übertragen werden. Das macht diese Menschen so heimtückisch. Sie registrieren nicht, wenn sie jemandem weh tun. Sie können sich alles erlauben, ohne vom emotionalen Feedback gebremst zu werden, welches normalerweise verhindert, dass wir uns gegenseitig etwas antun. Starke Empathen werden augenblicklich bestraft, wenn sie jemandem weh tun, und zwar emotional und körperlich. Andererseits werden sie aber auch reichlich belohnt, wenn sie jemandem etwas gutes tun, denn Freude, Glück und Dankbarkeit werden genauso übertragen wie Schmerz, Enttäuschung usw. Menschen, die eine starke emotionale Bindung zueinander aufbauen, tunen ihre Antennen auf die Frequenz des anderen. Zwischen ihnen fliessen dann permanent Informationen. Es können sogar telepathische Fähigkeiten entstehen, denn Gedanken sind ebenfalls Energien mit bestimmten Frequenzen. Diese kann man aussenden und empfangen. Das Tuning der Antenne kann man lernen, sodass man sie temporär auf einen Gesprächspartner einstellen und nach dem Gespräch den Kanal wieder schliessen kann. Ich mach das zum Beispiel, wenn ich mit Menschen nach den Ursachen ihrer emotionalen Blockaden suche. Als Aussenstehender erkennt man häufig besser, was einen Menschen belastet, als wenn dieser Mensch alleine versucht, seine Emotionen zu analysieren. Das selbst zu machen kann recht schwierig sein, weil der eigene Verstand die ganze Zeit reinquatscht. Der Empfänger hat dieses Problem nicht. Er muss allerdings aufpassen, dass er nichts in die Informationen rein interpretiert, die er erhält, und sie so klar wie möglich verbalisiert, um sie dem Gegenüber zurückzugeben und die richtigen Folgefragen zu stellen. Natürlich muss auch der Sender dazu bereit sein, sein Inneres offenzulegen. Das erfordert entsprechendes Vertrauen.

Da solche Phänomene in meiner Jugendzeit nicht öffentlich akzeptiert wurden, hatte ich das alles viel zu lange geheim gehalten. Ich hab mich regelrecht versteckt zuhause, weil ich nicht wusste, wie damit umgehen und ich niemanden hatte, mit dem ich darüber reden konnte. Wenn man etwas äusserte, was auch nur annähernd in Richtung Esoterik ging, wurde man sofort ausgelacht und als Spinner abgestempelt. Wo ich konnte, habe ich den Menschen in meinem Umfeld dabei geholfen, ihre Probleme zu lösen. Wieso ich manchmal Sachen wusste, die sie mir nie erzählt hatten, habe ich dabei nicht erklärt. Einmal habe ich mich geöffnet und meiner damaligen Freundin alles erzählt. Mit dem Effekt, dass ich sie danach nicht mehr wiedergesehen habe. Das tat weh. Erst als ich dann auf Reisen ging, fand ich Leute, mit denen ich reden frei konnte. Überall auf der Welt gab es Menschen, die wie ich der Indoktrination der Schule entgangen sind und ihre angeborenen Fähigkeiten bewahrt hatten. Ich war also gar nicht anders und ich musste mich auch nicht verstecken. Diese Menschen versammelten sich an ganz bestimmten Orten. Ich weiss nicht, ob das Energiepunkte sind, die uns in der spirituellen Entwicklung helfen. Ich kann nur sagen, dass sie uns magisch anziehen. Das sind beispielsweise Orte in Indien, Tibet, Ägypten, Südamerika, Thailand, Laos, Kambodscha und Australien. Auch in Europa gibt es viele dieser Kraftorte. Wir haben uns dort versammelt und Informationen ausgetauscht. Während zwanzig Jahren war ich fast mehr am reisen als in der Schweiz am arbeiten. Meine Lieblingsbeschäftigung unterwegs war es, Leute aufzuwecken. Überall gibt es Menschen, die gerade so auf der Kippe sind und nur einen kleinen Schubs benötigen, um den Prozess des spirituellen Erwachens in Gang zu setzen. Ich bin überzeugt davon, dass es in meiner Generation unheimlich viele Seelen gibt, die genau dafür inkarniert sind, den Weg zu ebnen für das grosse Erwachen, welches wir heute in der Welt sehen. Nicht wir werden das bis zu Ende durchziehen, sondern die Generationen nach uns. Wir sind als Guides gekommen. Wir teeren die Strassen und installieren Leitplanken, damit die nach uns folgenden Seelen die Erde transformieren können. Wenn du jetzt denkst, dass das bis hierhin geschriebene unglaublich tönt, dann wart ab bis du siehst, was die jungen Menschen heutzutage für Fähigkeiten mitbringen. Wir mussten uns erst finden und von einander lernen. Die Jungen heute haben Zugriff auf alle Informationen, die man sich nur wünschen kann. Das Grosse Erwachen ist zum Selbstläufer geworden. Wir können heute öffentlich über alles reden, was wir früher nur an verrauchten Parties unter Gleichgesinnten diskutieren konnten. Was für eine wunderbare Entwicklung die Menschheit doch durchgemacht hat in den letzten zwanzig Jahren. :)

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich war also ein krankes Kind mit grossen Schwierigkeiten, sich in der Welt zurechtzufinden. Deshalb habe ich mich mehrheitlich zuhause verschanzt und meine Zeit am Computer verbracht. Meine Tante war so nett, uns einen Computer ins Haus zu stellen, als ich acht oder neun Jahre alt war. Das war wahrscheinlich nicht so gedacht, aber mein Bruder und ich haben darauf hauptsächlich Computerspiele gespielt. Später kam das Internet dazu und andere Computer, die wir uns selber zusammenbauten. Zum Teil war das Hardware, die uns von Bekannten überlassen wurde, zum Teil haben wir einzelne Komponenten selber gekauft. Viel Geld hatten wir nicht, also mussten wir nehmen, was wir kriegen konnten. Was die Hardware anbelangt waren die Spiele damals schon sehr anspruchsvoll und die Computer waren allgemein mager ausgestattet. Entweder man hatte Geld für ständige Upgrades, oder man wurde zum Hacker und versuchte mit anderen Mitteln auch noch das letzte kleine bisschen Ressourcen freizuschaufeln, damit die Software auf der veralteten Hardware lief. Geld war ja nicht viel vorhanden, also blieb nur das Hackertum. Daraus entstand schnell eine Faszination für Technisches. Ich habe alles auseinandergenommen und analysiert, was mir in die Finger kam. Wenn ein Gerät im Haushalt kaputt ging, musste es in mein Zimmer und repariert werden. Fortwerfen stand ausser Frage. Die Devise war, für jedes Problem gibt es eine Lösung und ich werde sie finden. Irgendwann hat mir mein Onkel dann das Programmieren beigebracht und damit war mein Werdegang faktisch besiegelt. Nach der Schule stieg ich in die Informatik ein. Damals konnte man das problemlos machen ohne Ausbildung. Alles war neu und es gab allgemein nicht viele ausgebildete Fachkräfte. Die meisten Mitarbeiter waren Quereinsteiger und Freaks. Erst zwanzig Jahre später machte ich die erste echte IT-Ausbildung durch. Bis dahin habe ich mir alles im Selbststudium angeeignet, so wie ich es auch in der Schule gemacht hatte.

IT ist perfekt für mich, dachte ich. Da arbeitest du mit Computern und nicht mit Menschen. Keine energetisch-emotionalen Belastungen möglich. Weit gefehlt! Ich hatte nicht bedacht, dass mein Job ohne die Anwender gar nicht existieren würde. Aber ok, meine Leidenschaft bestand ja darin, Probleme zu lösen. Und wo gibt es mehr Probleme als in der IT? Also blieb ich auf dem Gebiet hängen für 25 Jahre. Ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht und ich liebte es. Aber das ganze drum herum war so auszehrend, dass ich immer wieder gekündigt habe und auf Reisen ging bis mir das Geld ausging. Dann zurück nach Hause, arbeiten bis es mir wieder zu viel wurde, künden und ab ins Ausland. Hin und her. Ich wurde so erfolgreich in meinem Job, dass ich nie Schwierigkeiten hatte, eine gut bezahlte Stelle zu finden. Der Preis war jedoch hoch: Burnout, Depression, Midlife Crisis, kein richtiges Zuhause, wenig Freunde, zehn Jahre single. Wenn man immer unterwegs ist, kann man keine festen Beziehungen aufbauen. Unmöglich. Ich war von Anfang an kränklich und dieser zusätzliche Stress hat dann zu einem völligen Zusammenbruch geführt. Mein Körper machte das nicht mehr mit. Es kam der Moment, an dem ich gezwungen war, mich endlich mit meinen eigenen Problemen auseinanderzusetzen anstatt immer nur die der andern zu lösen. Wegrennen war keine Option mehr. Das hat mich im Endeffekt hierher geführt. Da die Ärzte mir immer nur mehr Medikamente geben wollten anstatt meine Gesundheitsprobleme zu lösen, musste ich das selber in die Hand nehmen. Ich habe angefangen zu recherchieren und auszuprobieren. Ging nicht lange bis ich meine Ernährung komplett umgestellt hatte und mich mit Entgiftung auseinandersetzte. Es kam noch hinzu, dass in meinem Umfeld eine erschreckend grosse Zahl von Menschen an Krebs erkrankten und starben. Auch dieses Problem wollte ich irgendwie lösen. Ich habe Kurse besucht und Ausbildungen gemacht. Heute kann ich sagen, dass alle meine Gesundheitsprobleme gelöst sind, die laut meinen Ärzten gar nicht lösbar gewesen sein sollen. Ohne Ausnahme. Allergien, Immunsystem, Herz, Knochen, Haut, Psyche, alles weg. Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Nur, wenn man sie nicht finden will, wird man sie auch nicht finden. Den Menschlichen Körper als eine rein mechanisch operierende Maschine zu betrachten, ist nicht zielführend. Wir sind spirituelle Wesen, die einen physischen Körper bewohnen, der sich hauptsächlich von Licht ernährt. Es gibt mechanische Probleme, die eine mechanische Lösung erfordern, wie z.B. Knochenbrüche. Da ist der Fall klar. Ab zum Arzt. Aber was machen wir, wenn jemand ein Magengeschwür bekommt, weil dieser Mensch sich ständig über alles aufregt? Einen Gips anlegen bringt da nichts. Den Magen entfernen ist auch keine Lösung. Man kann das Geschwür operativ entfernen und dann hoffen, dass kein neues entsteht. Das Problem ist damit nicht gelöst. Wir müssen den Menschen als ganzes betrachten, nicht nur den materiellen Aspekt. Was verursacht diesen Ärger? Woher kommt die Wut? Was können wir verändern, um das energetische Gleichgewicht wiederherzustellen, sodass eine Heilung überhaupt erst möglich wird? Das sind die Fragen, die wir uns stellen sollten. Der Vorgang der Problemlösung ist immer der selbe, egal ob es sich um technische Probleme handelt, psychische, seelische oder körperliche. Finde die Ursache und beseitige sie. Die Symptome verschwinden danach ganz von alleine.

Seit jeher begleitet mich eine ungeheure Faszination für Musik. Ich war eine Zeit lang als DJ tätig und gehörte jahrelang einer bekannten Organisation an, die grosse Festivals in der Schweiz veranstaltete. Leider musste ich das aufgeben, weil ich im linken Ohr wegen eines Unfalls einen Trommelfellriss erlitt. Die Musik wollte ich aber nicht aufgeben und stattdessen habe ich dann mein eigenes Internetradio gegründet. In der Sparte Ambient, in der ich tätig war, gab es damals wie heute kein wirklich zufriedenstellendes Radio. Es gibt ein paar einigermassen brauchbare Sender, die aber leider die Musik ständig mit Werbung unterbrechen und keine Linie haben. Da wird kreuz und quer Zeug zusammengemischt, was überhaupt nicht zusammen passt. Das nervt mit der Zeit und ich wollte auf keinen Fall noch so einen nervigen Sender ins Netz stellen. Deshalb habe ich jedem Musikstück als allererstes eine für mich passende Farbe zugewiesen. Damit ich den Betrieb nicht manuell ausführen musste, entwickelte ich Software, welche die Musik aufgrund dieser Farbzuweisung und ein paar weiteren Kriterien wie der Stimmung und Geschwindigkeit zusammenstellte und möglichst sanft ineinander mischte. Die Idee war, damit eine Geschichte zu erzählen. Die Zuhörer sollten mitgenommen werden auf eine unendliche Reise, die nie langweilig wurde und sich stetig weiterentwickelte. Kein Stück wurde innerhalb von zehn tagen wiederholt, es gab keine vorgefertigten Abfolgen und keine Unterbrüche. Ich wusste aufgrund meiner Zeit als DJ schon bestens Bescheid über die Emotionen, die ich mit der richtigen Musik auslösen konnte. Musik hat eine ungeheure Wirkung auf uns Menschen. Emotionen sind die Sprache der Seele. Nichts berührt die Seele mehr als Musik. Das Feedback, das ich erhielt, war phänomenal. Immer wieder meldeten sich Menschen, die kurz vor dem Suizid gestanden hatten und sich dafür bedankten, dass ich ihr Leben gerettet habe. Endlich fanden sie zu innerer Ruhe. Ich erhielt Emails von Psychologen, die das Radio in ihrer Praxis anhatten. Sie berichteten, dass ihre Patienten mit dieser Musik ruhiger wurden, offener über ihre Probleme redeten und besser auf die Behandlungen ansprachen. Es war unglaublich. Nie hatte ich so etwas erwartet gehabt. Leider musste ich den Sender nach zehn Jahren einstampfen, weil ich ihn nicht mehr finanzieren konnte. Das ist jetzt zwölf Jahre her und ich kriege immer noch Emails von Menschen, die mir mitteilen, wie sehr sie das Radio vermissen.

Vor ein paar Jahren machte ich mich auf die Suche nach der Ursache für die Depression, welche sich nach Beendigung des Sendebetriebs in mein Leben eingeschlichen hatte. Meine Reise führte mich am Ende zu Schamanen in Mexiko. Dort durfte ich ihre ganz speziellen Heilmethoden kennenlernen. Auf dem Weg dorthin bin ich ganz nebenbei auch mit diversen anderen Methoden in Berührung gekommen. Zum Teil waren das moderne Verfahren, zum Teil jahrtausendealte Systeme, die nach wie vor in weiten Teilen der Welt mit Erfolg praktiziert werden. Ihnen allen liegt zu Grunde, dass der Mensch als ganzes betrachtet wird und unser Energiesystem eine zentrale Rolle einnimmt. Paart man dieses Wissen mit den heutigen Erkenntnissen der Quantenphysik, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Plötzlich macht alles Sinn. Die spirituellen und energetischen Heilverfahren sind alles andere als Humbug. Der Unterschied zur modernen westlichen Medizin liegt darin, dass sie sich mit Gesundheit beschäftigen, während die westliche Medizin ausschliesslich auf Krankheit fokussiert ist. Das kann so nicht funktionieren. Wir haben die Bedeutung von Gesundheit komplett vergessen. Optimal wäre es, wenn wir all diese verschiedenen Heilverfahren und Heilsysteme kombinieren würden, inklusive dem westlichen mit seinen durchaus beachtlichen Erfolgen, und dann jeweils die Teile anwenden, die für den betroffenen Menschen in seiner ganz persönlichen Situation am besten passen. Genau dabei möchte ich den Menschen helfen. Das scheint mein Aufgabe zu sein. Wenn ich mein bisheriges Leben betrachte, wird schnell klar, worauf ich vorbereitet wurde. Der Militärdienst als Spitalsoldat und die anschliessende Ausbildung und jahrelange Einteilung im Rettungsdienst haben mich in die moderne Medizin eingeführt. Meine Krankheiten haben mich dazu gezwungen, nach Lösungen zu suchen. Die Zeit in der IT hat mich gelehrt, Probleme zu lösen. Die Musik hat mich die Arbeit mit Frequenzen und Emotionen gelehrt. Mir scheint als waren das alles Trainingseinheiten, um die anfangs beschriebenen Fähigkeiten möglichst sinnvoll einsetzen zu können, um meine Bestimmung zu erfüllen. Das Leben leitet uns auf wundersame Weise dorthin, wo wir hin gehören. Wir müssen nur dem Ruf des Herzens folgen.

Also, hier bin ich nun und stehe euch zur Verfügung. :)

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