Mittlerweile gibt so viele Informationen zu den verschiedensten Ernährungsformen, Diäten, Empfehlungen und Theorien, dass es schwierig geworden ist, sich in dem Wald zurechtzufinden. Ich habe mich aufgrund meiner Gesundheitsprobleme ausgiebig mit diesem Thema auseinandergesetzt, um nach der optimalen Ernährung für den Menschen zu suchen. Um es kurz zu machen, die eine optimale Ernährungsform für alle Menschen existiert nicht. Es gibt eine optimale persönliche Ernährung für jeden einzelnen Menschen, aber keine global anwendbare, standardisierte Ernährung, die für alle passen würde. Einerseits sind unsere Körper extrem anpassungsfähig, andererseits sind unsere Lebensumstände so unterschiedlich, dass jeder Mensch komplett andere Voraussetzungen hat. Diese können sich auch ständig ändern. Das heisst, was heute für dich gut ist, ist nächste Woche vielleicht schon nicht mehr so optimal. Das macht es nicht einfacher.
2015 wurde in Israel eine Studie durchgeführt, in der untersucht wurde, wie sich verschiedene Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel auswirken. Dieser Wert ist entscheidend, wenn es um Krankheiten wie z.B. Diabetes geht. Im folgenden Video präsentiert der Studienleiter an einer TEDx Konferenz die Resultate. Deutsche Untertitel sind verfügbar. Er kann zeigen, dass die aktuellen offiziellen Ernährungsrichtlinien bei den meisten Menschen mehr Schaden anrichten als etwas anderes. Die komplette Studie kann unter https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(15)01481-6 eingesehen werden.
Ich erkläre im Folgenden etwas vereinfacht die Grundlagen, gehe auf einige Mythen ein und versuche ein paar allgemeingültige Tipps zu geben, damit du deine optimale Ernährung selber finden kannst. Es ist gar nicht so schwer. Wenn dich die Details nicht interessieren, kannst du einzelne Teile problemlos überspringen.
Je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand besteht der Menschliche Körper zu etwa 50-80% aus Wasser, verpackt in einem Verbund von Trillionen von menschlichen Zellen, Bakterien und Pilzen. Wobei die Bakterien in ihrer Anzahl bei weitem überwiegen. Um dieses Wunderwerk der natürlichen Symbiose in Schuss zu halten, müssen wir im Minimum die folgenden Stoffe über unsere Nahrung aufnehmen:
Alle Mineralien und Spurenelemente sind praktischerweise in ziemlich genau dem richtigen Verhältnis in naturbelassenen Salzen enthalten. Damit lassen sich diese beiden Stoffgruppen schon mal wunderbar abdecken. Proteine, Aminosäuren, Vitamine, Fette und Zucker können wir zum Teil selber produzieren. Den Rest beziehen wir hauptsächlich aus Gemüse, Kräutern, Gewürzen, Früchten und tierischen Produkten. Prinzipiell kann man sagen, dass in jedem natürlichen Lebensmittel fast alles enthalten ist, was wir benötigen. Die grossen Unterschiede in der Wirkung der Produkte ergeben sich aus den unterschiedlichen Verhältnissen der enthaltenen Stoffe. Vereinzelt können natürlich auch Stoffe fehlen, weshalb es wichtig ist, die richtigen Lebensmittel miteinander zu kombinieren. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn man restriktive Diäten einhält.
Wer selber kocht, hat sicher schon festgestellt, dass bestimmte Kombinationen perfekt zueinander passen während andere schlicht ungeniessbar sind. Unser Körper teilt uns über unseren Geschmacks- und Geruchssinn mit, ob er das angebotene Lebensmittel als wertvoll erachtet oder nicht. Wenn wir etwas "probieren", übergeben wir unserem Körper eine kleine "Probe" zur Analyse und fragen nach seiner Meinung. Wenn's gut schmeckt, ist er mit dem Verzehr einverstanden. Wenn's nicht schmeckt, ist er dagegen. Wir können also ganz einfach nachfragen, um herauszufinden, was dem Körper gerade gut tun würde. Kurz an etwas zu riechen, reicht meistens schon aus. Mit etwas Übung reicht es auch schon, sich den Verzehr einfach nur vorzustellen. Dann kommt entweder Freude auf oder Abneigung. Der Körper redet mit uns. Wir müssen lediglich wieder lernen, den Kopf für einen Moment auszuschalten und hinzuhören.
Das grosse Problem industriell hergestellter Nahrungsmittel ist, dass diese künstlich mit Aroma- und Duftstoffen angereichert werden mit dem Ziel, die körpereigenen Sensoren zu überlistet. Es wird uns über unsere Sinne suggeriert, dass diese Produkte wertvoll sind, obwohl sie oft nur wenig bis fast gar keine brauchbaren Nährstoffe enthalten. Noch viel schlimmer ist, dass sich auf diese Weise Giftstoffe maskieren lassen, die der Körper ansonsten detektieren und ablehnen würde. Das Ganze funktioniert also nur zuverlässig, wenn wir uns von naturbelassenen Lebensmitteln ernähren und unser Essen weitestgehend selber zubereiten. Industrienahrung ist meines Erachtens wertlos und gefährlich. Wir verhungern und vergiften uns damit. Wirf einen Blick auf den Artikel zu den Lebensmittelzusatzstoffen, dann siehst du was ich meine.
Sekundäre Pflanzenstoffe und Bitterstoffe sind in der Liste oben nicht aufgeführt, weil sie offiziell als nicht essenziell gelten. Das heisst aber nicht, dass sie nicht wichtig sind. Theoretisch könnten wir offenbar ohne sie Leben, aber da sie an sehr vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind, würde unsere Gesundheit darunter leiden. Bitterstoffe sind vor allem für die Verdauung wichtig. Sekundäre Pflanzenstoffe sind nötig, damit die anderen Stoffe überhaupt erst richtig verwertet werden können. In diese Kategorie fallen auch Farb- und Aromastoffe. Pflanzen zeigen uns beispielsweise mit der Färbung von Früchten an, wann diese reif sind und somit der optimale Zeitpunkt zum Verzehr gekommen ist. Ist die Farbe nicht eindeutig, kann man daran riechen. Ist auch das nicht deutlich genug, weiss man spätestens nach einem Biss, ob die Frucht reif ist oder nicht. Der Körper erkennt das, ohne dass wir etwas aktiv erlernen müssen. Doch auch hier betrügt uns die Industrie, indem sie Produkte künstlich einfärbt. Es kann passieren, dass man in einem Supermarkt Äpfel kauft, die wunderbar rot und knackig aussehen, sich dann aber als unreif oder alt herausstellen.
Den Tricks der Lebensmittelindustrie kann man entgehen, wenn man bevorzugt lokal beim Bauern oder auf dem Wochenmarkt einkauft. Da ist die Qualität erfahrungsgemäss besser als in den Supermärkten. Die Waren sind dort natürlich auch frischer, weil bis sie in den Supermärkten eintreffen, haben sie oftmals schon eine ganze Weile in Lagerhäusern verbracht. Aus energetischer Sicht ist das ungünstig. Direkt nach der Ernte weisen Lebensmittel einen hohen Energiegehalt auf. Diese verbraucht sich mit der Zeit aufgrund natürlicher Prozesse. Das gilt logischerweise auch für die Lagerung zuhause. Gerade wenn man grosse Wocheneinkäufe macht, sollte man daran denken, Salate, Früchte und ähnliches zeitnah zu verzehren. Nach ein paar Tagen ist die Energie sonst weg und das spürt man dann auch nach dem Verzehr. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass wir beim Einkaufen instinktiv nach den frischeren Waren suchen. Das liegt daran, dass der Körper die Energie wahrnimmt, auch wenn wir sie nicht sehen können. Der Körper ist intelligent und er hat die Fähigkeit, unser Verhalten zu einem gewissen Grad zu beeinflussen.
Jedes Lebensmittel, ja sogar jede Zutat hat eine bestimmte Frequenz. Wenn wir etwas zu uns nehmen, integrieren wir diese Energie in unsere eigene. Die Frequenz unseres Körpers passt sich an die Frequenz der Lebensmittel an. In der Physik wird dieser Umstand als Resonanz bezeichnet. Das ist kein esoterischer Hokuspokus. Frische, lebendige Nahrung hat einen positiven Effekt, tote Nahrung einen negativen. Die industrielle Verarbeitung und bestimmte Zubereitungsmethoden in der eigenen Küche können die energische Prägung verändern. Es macht auch einen grossen Unterschied, ob etwas natürlich in der Erde gewachsen ist oder künstlich im Gewächshaus. Wir Menschen sind Teil der Erde. Alles, was in der Erde wächst, hat von Natur aus die richtige Frequenz für uns. Künstlicher Dünger, Pestizide und genetische Modifikationen verändern die Frequenzen. Unsere Körper können mit diesen gestörten Frequenzen nicht umgehen. Am Anfang macht sich das noch nicht gross bemerkbar, da wir eine leichte Abweichung von der optimalen Frequenz gut verkraften. Auf Dauer macht uns das jedoch krank. Natürlich angebaute Lebensmittel aus der näheren Umgebung weisen die harmonischsten Frequenzen für uns auf.
Wenn man es ganz genau betrachtet, stellt man fest, dass wir uns im Grunde genommen von Licht ernähren. Die Nährstoffe sind natürlich wichtig für den Aufbau und Erhalt der Körperstruktur, aber die Energie, die unseren Körper am Leben erhält, ist pures Licht. Die Pflanzen fangen das Licht der Sonne mittels Photosynthese ein und speichern es in den Nährstoffen und zwar hauptsächlich in Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Den Kohlenstoff (chemisch: C für Carbon) für diesen Vorgang erhalten sie unter anderem, indem sie ihn vom Kohlendioxid (chemisch: CO2) in der Umgebungsluft abspalten. Wir konsumieren diese Nährstoffe, konvertieren sie in Brennstoff (Zucker), den wir dann mit Hilfe des Sauerstoffs (O2) aus der Luft verbrennen, um so die gespeicherte Energie wieder freizusetzen. Das von uns produzierte CO2 geht über die Luft zurück zur Pflanze und der Kreislauf beginnt von neuem. Das von uns ausgeatmete CO2 ernährt die Pflanzen und sie versorgen uns im Gegenzug mit der Energie der Sonne. Ohne diesem genialen CO2 Kreislauf gäbe es kein Leben auf unserem Planeten. Es ist die perfekte Symbiose zwischen Pflanzen und Tieren. Lass das bitte einen Moment einsinken. In der aktuellen Klima-Hysterie geht dieses Detail leider total unter. Dabei ist es Grundschulstoff. Kann in jedem x-beliebigen Biologiebuch nachgelesen werden. Ohne CO2 kein Leben auf dem Planeten Erde. Keine Pflanzen, keine Tiere. Alles weg.
Was noch überhaupt nicht im Bewusstsein der Allgemeinheit angekommen ist, ist die Tatsache, dass auch unsere Körper Sonnenlicht einfangen und verstoffwechseln. So wird etwa Ultraviolettes Licht (UV) für die Produktion von Vitamin D benötigt und Infrarot-Licht (IR) für die Produktion von ATP. Dieser Stoff wird als die Batterie der Zellen bezeichnet. Jeden Tag produzieren wir im Gewebe unter der Haut das Äquivalent unseres Eigengewichtes an ATP, welches dann überall dorthin geliefert wird, wo Energie benötigt wird. Am Zielort angekommen wird es chemisch aufgespaltet und die eingefangene Lichtenergie freigelassen. Dass wir Menschen ein Lagerfeuer als überaus angenehm empfinden, dürfte wohl daran liegen, dass vom Feuer riesige Mengen Infrarot-Licht ausgestrahlt werden. Wir nehmen diese Strahlung als Wärme wahr. Unser Körper bedankt sich für die Extraenergie mit einem Gefühl der Wonne.
Ein weiterer Umstand, der ebenfalls zu wenig Beachtung findet, ist dass unsere Körper primär elektrisch funktionieren. Elektrisch, dann chemisch, dann physisch. Alle Stoffwechselvorgänge basieren auf dem Austausch von Elektronen. Versiegt der Elektronenfluss in einem Körperteil, stirb das Gewebe ab und wird in der Folge von Bakterien und Pilzen in seine molekularen Einzelteile zerlegt, damit diese der Natur wieder als Bausteine für neues Leben zur Verfügung stehen. Das gilt für alle mir bekannten Lebewesen, seien es Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen, etc. Elektronen sind nichts anderes als Energiepakete. Der pH-Wert dient uns als Masseinheit für den Elektronengehalt einer Flüssigkeit. Er zeigt sozusagen die elektrische Ladung an. Sind überschüssige Elektronen vorhanden, reden wir von einer Base. Herrscht ein Elektronenmangel, reden wir von einer Säure. Wenn du also die Empfehlung liest, dich basenüberschüssig zu ernähren, ist damit gemeint, dass du dem Körper freie Elektronen zuführen sollst. Hervorragende Quellen hierfür sind alle Arten von Früchten und Gemüse. Vorausgesetzt natürlich, dass sie nicht zu lange gelagert wurden und noch Energie enthalten. Deswegen gilt für alle Lebensmittel: je frischer, desto besser.
Spätestens seit Entdeckung der Biophotonen (biologisches Licht) kann der Energiegehalt der Nahrungsmittel mit technischen Geräten sichtbar gemacht werden. Ein spannendes Thema, welches ich zu gegebener Zeit in einem anderen Artikel behandeln werde. Das ist für mich auch noch recht neu.
Die Verdauung beginnt schon im Mund beim Kauen. Die Nahrung wird mechanisch zerkleinert und mit Speichel gemischt. Dieser enthält Enzyme, die da schon beginnen, die Nahrung zu zerlegen. Leider sind wir heute so gestresst, dass wir diesen Schritt sehr vernachlässigen. Nahrung sollte eigentlich langsam und gründlich gekaut werden. Weiter geht es dann mit einem Säurebad im Magen, wo unter anderem Proteine in ihre Einzelteile zerlegt werden. Bis hierhin ist alles nur Vorbereitung für den eigentlichen Verdauungsprozess, der erst im Darm stattfindet. Dieser wird zu einem grossen Teil nicht von menschlichen Zellen durchgeführt, sondern von den dort ansässigen Bakterien. Diesen Lebensraum im Darm nennt man das Mikrobiom. Die Bakterien werden als Mikrobiota bezeichnet.
Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist entscheidend für die Effektivität der Verdauung sowie die Auswahl der Lebensmittel, die wir überhaupt verdauen können. Es verändert sich ständig und kann aktiv trainiert werden. Durch die Nahrung, die wir zu uns nehmen, bestimmen wir, welche Bakterien im Darm leben. Ein Lebensmittel, welches zum ersten mal verspeist wird, wird nicht so effizient verarbeitet wie eines, welches wir schon seit unserer Kindheit konsumieren. Das merkt man beispielsweise, wenn man das erste mal von Europa nach Asien reist. Vielen ergeht es so, dass sie nach der Ankunft erst einmal Durchfall haben. Zum einen ist das auf die klimatische Veränderung zurückzuführen, zum anderen auf die Anpassung des Mikrobioms an die lokalen Lebensmittel. Das ist völlig normal und hat meist nichts mit Verunreinigungen im Essen zu tun. Wenn man nicht medikamentös eingreift, ist der Spuk nach ein paar Tagen vorbei und das Mikrobiom hat sich angepasst. Bei der nächsten Reise wird die Umstellung bedeutend schneller vollzogen, weil der Körper den benötigten Bakterienstamm schon kennt.
Der Körper bietet den Darmbakterien im Wurmfortsatz – besser bekannt als Blinddarm – ein Zuhause. Wenn ein Arzt eine Infektion durch schädliche Bakterien diagnostiziert und daraufhin Antibiotika (griechisch: anti = gegen, bio = Leben) verschreibt, werden damit nicht nur die "bösen" Bakterien eliminiert sondern auch die "guten". Nach der Behandlung wird der Darm aus dem Wurmfortsatz heraus neu besiedelt. Eine überaus geniale Einrichtung der Natur. Nur muss man sich spätestens an dem Punkt fragen, welche Bakterien den Darm neu besiedeln werden. Wir leben mit ihnen in einer symbiotischen Beziehung. Bakterien sind Lebewesen wie alle andern. Sie siedeln sich dort an, wo sie artgerechte Nahrung finden. In unserem Körper erfüllen sie zwei überaus wichtige Aufgaben. Erstens schaffen sie den Müll raus und helfen somit bei der Entgiftung. Zweitens verarbeiten sie unsere Nahrung und bringen sie in eine Form, die von unseren Zellen verwertet werden kann. Ohne sie würden wir verhungern, weil menschliche Zellen mit der Nahrung in der ursprünglichen Form nicht viel anfangen können. Erst die Verarbeitung durch die Darmbakterien macht die Nährstoffe für uns zugänglich. Will man verhindern, dass sich ungünstige Bakterien einnisten, muss man die Ernährung entsprechend anpassen. Eine gute Ernährung führt zu guten Bakterien, eine schlechte zu schlechten Bakterien. Eine gewisse Beständigkeit wäre sicher auch von Vorteil. Wird die Auswahl der Nahrungsmittel ständig verändert, führt das dazu, dass das Mikrobiom permanent umgebaut werden muss. Die Verdauung wird dadurch ineffizient.
Das Gebiet der Ernährungswissenschaften ist mittlerweile gross und so werden uns heutzutage verschiedenste Ernährungsformen angepriesen. Nachfolgend eine kleine Auswahl der geläufigsten Begriffe:
Es fällt auf, dass bei einigen Ernährungsformen einzelne Lebensmittel oder gleich ganze Lebensmittelgruppen komplett verboten sind. Bei regionalen und kulturspezifischen Varianten ist meist alles erlaubt, es wird aber Wert auf bestimmte Lebensmittelkombinationen sowie Verarbeitungs- und Zubereitungstechniken gelegt. Ausser den Formula-Diäten habe ich alles auf dieser Liste schon einmal getestet. Ich bitte zu beachten, dass das folgende einen Erfahrungsbericht darstellt.
Ich bin mit einer Ernährung aufgewachsen, die eine Mischung war aus Schweizer und mediterraner Küche. Eigentlich keine schlechte Kombination. Nur leider war aus Kostengründen die Auswahl der Zutaten nicht unbedingt optimal und es gab auch viele Fertigprodukte, da meine Eltern beide sehr viel gearbeitet haben. Das führte mit der Zeit dazu, dass ich deutlich übergewichtig war und Probleme mit meinen Gelenken bekam. Teilweise konnte ich meine Finger nur schwer bewegen. Manchmal wachte ich auf und hatte kein Gefühl in meinen Armen. Das ist nicht gerade vorteilhaft, wenn man am Computer arbeitet. Eines Tages sagte mein Vater, ich solle aufhören, Schweinefleisch zu essen. Er hatte genau das selbe Problem und ihm hatte dieser Schritt geholfen. Er zeigte mir auch die Nahrungsergänzungsmittel, die er einnahm. Zu dem Zeitpunkt war für mich das Konzept der Nahrung in Tablettenform komplett neu.
Daraufhin habe ich angefangen zu experimentieren. Ein Monat gar kein Fleisch: keine Schmerzen mehr. Eine Woche mit Fleisch: Schmerzen wieder da. Ich testete verschiedene Fleischsorten über längere Zeiträume. Dazwischen legte ich Pausen ein, in denen ich mich vegetarisch ernährte. Das Ergebnis war, dass Schweinefleisch tatsächlich eine Rolle spielte, aber nicht nur. Das Problem trat auch mit Rind und Geflügel auf, nur nicht so stark. Das einzige, was die Schmerzen komplett eliminierte, war Bio-Fleisch. Und zwar egal ob Schwein, Rind oder Geflügel. Die Sorte machte keinen Unterschied, nur die Qualität war ausschlaggebend. Das war ein echter Augenöffner. Irgendetwas stimmt offensichtlich nicht mit dem industriell hergestellten Fleisch. Es macht uns krank. Forscht man ein wenig nach, findet man auch schnell die Ursache. Weil diese Tiere dauernd krank sind, werden ihnen sehr viele Chemikalien und Medikamente verabreicht wie Impfungen und Antibiotika, sie bekommen oft keine artgerechte Nahrung und verbringen ihr Leben eingesperrt im Stall. Wenn wir ihr Fleisch konsumieren, geht das alles auf uns über und macht uns ebenfalls krank.
Ich habe Jahre investiert, um die verschiedenen Ernährungsformen zu testen. Bei den Diäten, die Verbote beinhalten, konnte ich feststellen, dass sie wunderbar dafür geeignet sind, spezifische Defizite auszugleichen. Damit kann man sehr schnell positive Resultate erzielen. Man sollte sie jedoch nicht langfristig anwenden, denn das kann über kurz oder lang zu neuen Defiziten führen. Dann wurde ein Problem gelöst, woanders aber ein neues geschaffen. Man kann dem natürlich mit Nahrungsergänzungsmitteln entgegenwirken, aber ganz ehrlich, wenn ich Tabletten schlucken muss, um Gesundheitsprobleme zu vermeiden, dann ist es meiner Meinung nach nicht die richtige Ernährung für mich. Das ist ein grosses Problem z.B. bei der veganen Ernährung. Die meisten Menschen, die jetzt auf diesen Zug aufgesprungen sind, haben keine Ahnung, dass ihnen nach ein paar Jahren das Vitamin B12 ausgehen wird, da dieses ausschliesslich von Tieren und einigen Mikroorganismen produziert wird. Spätestens dann geht es mit der Gesundheit den Bach ab, wenn man nicht gezielt supplementiert. Ein Blick auf YouTube demonstriert das eindrücklich. Erst erscheint das Video, in dem jemand stolz erklärt, dass er oder sie jetzt Veganer ist. Ein paar Jahre später kommt dann ein Video mit dem Titel "Wieso ich kein Veganer mehr bin." Der Inhalt ist praktisch identisch zum ersten: "Seit ich das mache, geht es mir so viel besser…" Man springt von einem Extrem ins andere.
Die restlichen Ernährungsformen, namentlich Vollwertkost und regionale sowie kulturspezifische Varianten, weisen diese Problematik nicht auf. Sie alle stellen vollwertige Ernährungsweisen dar. Das überrascht nicht, denn dahinter stehen meist jahrhundertealte Traditionen. Langfristig sind sie meiner Meinung nach zu bevorzugen. Bei mir persönlich funktionieren Indisch und Mediterran am besten. Mehrheitlich vegetarisch, ab und zu aber eher selten kommt auch mal Fleisch auf den Tisch. Da sich gezeigt hat, dass das Qualitätsproblem bei Früchten und Gemüse genauso besteht wie beim Fleisch, kaufe ich auch nur noch Bio ein. Interessanterweise hat sich mit der Umstellung auf Bio unbeabsichtigt das Intervall-Fasten eingeschlichen. Da ich jetzt viel besser mit Nährstoffen versorgt werde als früher, habe ich deutlich weniger Hunger. Ich esse meistens nur noch einmal täglich eine Mahlzeit.
Hast du gewusst, dass die Ernährung einen grossen Einfluss auf unser psychisches Wohlbefinden hat? Die Psychiaterin Dr. Uma Naidoo beschreibt in ihrem Buch "Ernährung für die Psyche", wie sich mit der passenden Ernährung Depressionen, Angstzustände, ADHS und vieles mehr behandeln lassen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass traditionelle Ernährungsformen recht gut vor psychischen Störungen schützen und diese auch verringern können. So eignet sich z.B. die Mediterrane Küche als Gegenmassnahme zur Depression. Das überrascht nicht, denn feines Essen macht bekanntermassen Glücklich. Es sorgt dafür, dass unser Gehirn mit Glückshormonen überflutet wird. Der Körper belohnt uns damit für die wertvolle Nahrung. Schlechte Nahrung macht genau das Gegenteil. Es hemmt die Produktion der Glückshormone. Der Darm ist massgeblich an der Produktion und Ausschüttung dieser Substanzen beteiligt. Das kommt nicht alles aus dem Gehirn. Unsere Nahrung hat einen entscheidenden Einfluss auf das Mikrobiom, welches wiederum einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit des Darms hat. Denn es sind die Bakterien, die den Darm aufbauen und gesund erhalten. Sie Kommunizieren über verschiedene Kanäle direkt mit unserem Gehirn. Wenn der Darm krank ist, raubt uns das Energie und macht uns unglücklich. Selbes gilt für die Leber. Es lohnt sich, diesen beiden Organen Sorge zu tragen.
Ist dir schon mal aufgefallen, dass mit den Händen essen viel mehr Freude macht als mit Messer und Gabel und das Essen besser schmeckt? Wenn du traurig bist oder an psychischen Problemen leidest, benutze deine Hände. Je mehr du die sinnliche Interaktion mit deinem Essen erhöhst, desto grösser ist die Wirkung auf deine Psyche. Umgekehrt hat aber auch die psychische Verfassung einen starken Einfluss auf die Verarbeitung der Nahrung. Wenn wir z.B. gestresst, wütend, ängstlich oder traurig sind, arbeitet die Verdauung nicht mehr effizient. Das liegt daran, dass der Körper sich im Flucht- und Kampfmodus befindet und alle Funktionen herunterfährt, die nicht zwingend nötig sind, um kurzfristig das Überleben zu sichern. Dazu gehört eben auch die Verdauung. Man sollte in Ruhe in einer stressfreien Umgebung essen und sich dabei auch wirklich dem Essen widmen. Das heisst, nicht am Schreibtisch essen, kein Fernsehen während dem Essen, nicht streiten, etc. Anschliessend sollte man sich etwas ausruhen und der Verdauung die Zeit geben, die sie benötigt, um die Nahrung zu verarbeiten. Leider ist das in der heutigen Arbeitswelt kaum mehr möglich. So essen wir ständig viel zu viel und sind trotzdem hungrig, weil wir das gegessene gar nicht wirklich verwerten können. Nur im Mittelmeerraum ist die Tradition der langen Mittagspausen noch am Leben. Wir sollten die Siesta weltweit wieder einführen. Das würde uns allen gut tun und das Leben allgemein etwas entschleunigen.
Wenn du deine Ernährungsweise umstellen möchtest, bring dir vorher deine Gewohnheiten und Glaubenssätze ins Bewusstsein. Das sind Programme, die in deinem Unterbewusstsein gespeichert sind und täglich automatisch ausgeführt werden. Sie sind die grössten Stolpersteine, die eine erfolgreiche Umstellung verhindern können. Brauchst du drei Mahlzeiten täglich, damit du nicht verhungerst? Muss du immer zur selben Zeit essen? Ist Kaffee zwingend nötig am Morgen? Muss der Teller wirklich immer leer geputzt werden? Die Antwort auf all diese Fragen lautet ganz klar "nein". Wenn wir aber unbewusst an solchen Aussagen festhalten, entstehen dadurch Spannungen, die Veränderungen verhindern. Wir essen zu ganz bestimmten Zeiten, auch wenn wir gar keinen Hunger haben, weil wir es uns gewohnt sind, dann etwas zu essen. Wenn wir eine Mahlzeit zur gewohnten Zeit auslassen, werden wir nervös und sind gestresst bis wir etwas essbares zwischen die Zähne kriegen. Sei dir bewusst, dass das im Grunde genommen eine eingebildete Angst vor dem Verhungern ist und meist überhaupt nichts mit echtem Hunger zu tun hat. Es ist die Gewohnheit, die den Stress verursacht. Man kann wunderbar aufwachen ohne morgendlichen Kaffee. Wenn das Ritual allerdings schon so verinnerlicht ist, dass man fest an das Bedürfnis glaubt, verhindert der Glaube das. So geht es mit allen Veränderungen, die eine Ernährungsumstellung mit sich bringt. Wenn du dir deiner Glaubenssätze und Gewohnheiten bewusst bist, ist es viel einfacher mit Veränderungen umzugehen, weil du dann die Macht hast sie abzulegen. Du kannst ganz einfach entscheiden, dass du das jetzt nicht mehr so machst wie früher. Du kannst die Programme in deinem Unterbewusstsein jederzeit ändern. Du musst es ihm aber mitteilen, sonst macht es weiter wie bisher.
Unsere Nahrung hat einen grossen Einfluss auf die Spiritualität. In allen Lehren wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich von reinen und lebendigen Lebensmitteln zu ernähren. Ayurveda hat daraus eine richtige Kunstform gemacht. Wenn der Körper energetisch ausbalanciert ist, hat das einen spürbaren Effekt auf unser Bewusstsein. Saubere gesunde Nahrung hebt die Schwingung an, ungesunde Nahrung senkt sie. In diesem Kontext gibt es keinen Platz für Pestizide, Gentechnik und industriell verarbeitete Produkte. Es sollte auch darauf geachtet werden, möglichst lokal angebaute Lebensmittel zu verwenden. Sie sind frischer und der energetische Abdruck der Umgebung entspricht unserem eigenen. Die Harmonie auf energetischer Ebene ist somit gegeben. Dass es heute nicht einfach ist, sich dementsprechend zu ernähren, ist klar. Die Supermärkte werden überflutet mit energetisch ungünstigen Waren. Die wenigsten können alles selber anbauen. Aber es muss ja nicht perfekt sein. Mit etwas Achtsamkeit kommt man schon sehr weit.
In einigen Kulturen ist es üblich, das Essen vor dem Verzehr zu segnen. Das kann auf verschiedene Weisen geschehen. Man kann gemeinsam Beten, Mantras singen oder sich auch einfach nur still bedanken bei Mutter Natur. Entscheidend ist hierbei meiner Meinung nach der Ausdruck der Dankbarkeit. Seit Dr. Masaru Emoto seine Forschungen publiziert hat, wissen wir, was ein einfaches "Dankeschön" für einen positiven Effekt auf die molekulare Struktur von Wasser haben kann. Unsere Nahrung besteht zu einem Grossteil aus Wasser und man darf annehmen, dass dieser Effekt nicht nur bei Wasser auftritt. Andere Stoffe wurden bisher leider noch nicht untersucht. Deswegen tappen wir da noch im dunkeln. Die Hare Krishnas segnen alle ihre Speisen bevor sie sie servieren. Sie verwenden ganz normale indische Rezepte. Die konsequente Segnung ist der einzige Unterschied in der Art, wie sie ihr Essen zubereiten. Ich habe mir angewöhnt, mich schon während der Zubereitung zu bedanken. Ich bedanke mich bei den Pflanzen für die wunderbaren Früchte, die sie uns schenken, und wenn ich Fleisch esse auch bei dem Tier, welches sein Leben dafür gegeben hat, mich zu ernähren. Da ich weiss, was der Ausdruck von Dankbarkeit nur schon in mir auslöst, besteht für mich kein Zweifel daran, dass das auch eine Wirkung auf meine Lebensmittel hat. Bei den Kräutern, die ich zuhause anpflanze, bedanke ich mich schon beim ernten. Das dürfte manchen etwas übertrieben erscheinen und das kann ich durchaus nachvollziehen. Ein kleiner Ausdruck der Dankbarkeit vor dem Essen dürfte jedoch trotz aller Zweifel, die man möglicherweise hat, drin liegen. Versuch es einfach mal. Es kostet nichts und hat ganz sicher keine negativen Effekte.
Ich habe in Indien ein paar Monate mit einem weisen alten Mann gelebt, der mir die energetischen Aspekte der Nahrung näher gebracht hat. Seitdem ist viel Zeit vergangen und ich habe gelernt, dass man sich grob an der Stelle orientieren kann, wo etwas gedeiht. Schau dir auf der Chakra Seite das Diagram gleich am Anfang an. Darauf ist die Lage der sieben Chakren auf dem menschlichen Körper abgebildet. Jetzt stellt dir vor, du nimmst die Chakras von dieser Abbildung weg und legst sie auf die Abbildung eines Baumes, auf der auch die Wurzeln unter der Erde zu sehen sind. So etwas wie das bekannte Symbol des Baum des Lebens. Das Wurzel-Chakra befindet sich dann ganz unten bei den Wurzeln und das Kronen-Chakra ganz oben an der Baumkrone. Das Herz-Chakra liegt in der Mitte ungefähr an der dünnsten Stelle, dort wo die unteren Äste nach aussen weggehen. Jetzt verteilst du Lebensmittel darauf. Kartoffeln in der Erde bei den Wurzeln, Früchte oben in den Ästen, Blattgemüse gleich über dem Boden, usw. Ich stelle hier absichtlich keine Abbildung zur Verfügung, weil ich möchte, dass du es vor deinem inneren Auge visualisierst.
Ok. Und jetzt, wenn du etwas isst, achte bewusst darauf, was es mit dir macht. Du wirst feststellen, dass diese schematische Einteilung den Effekt der Nahrung erstaunlich gut beschreibt. Wurzelgemüse, Kürbisse und ähnliches erden dich. Sie wirken auf die unteren Chakren ein. Früchte, die hoch in den Bäumen wachsen, wecken dich auf und erfrischen dich. Sie wirken auf die oberen Chakren ein. Grünes Blattgemüse liegt irgendwo in der Mitte um den Solarplexus herum. Diese Pflanzen fangen sehr viel Sonnenlicht ein, genau wie der Solarplexus beim Menschen. Rotes Fleisch ist schwer, es erdet. Geflügel fühlt sich leichter an. Es ist nicht 100% genau, aber als Orientierungshilfe taugt es allemal. Wenn du das eine Weile lang machst, verfeinert sich dein Gespür für die Energetik der Lebensmittel automatisch. Diese Übung zielt nicht darauf ab, eine allgemeingültige Klassifizierung von Lebensmitteln zu erstellen. Sie dient dazu, die Kommunikation mit deinem eigenen Körper zu verbessern, damit du sein Geflüster bewusster wahrnimmst. Es kann gut sein, dass dein Nachbar andere Wirkungen beschreibt. Das ist völlig normal. Das Empfinden ist individuell. Ich esse sehr viele Früchte und muss mir ständig anhören, dass ich mich mehr erden soll. Letztes mal war es ein Schamane, der mir das gesagt hat, davor war es meine Reiki Lehrerin. Immer wenn ich so etwas höre, erscheint intuitiv ein passendes Lebensmittel vor meinem inneren Auge. Wenn ich das dann zubereite, stellt sich genau der gewünschte Effekt ein.
Wieso ist das wichtig? Die Antwort findest du auf der Chakra Seite. Das Ziel der spirituellen Praktiken ist es ja, die Kundalini zu wecken. Dafür müssen alle Chakren offen und ausgeglichen sein. Die Nahrung ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg dorthin. Lebendige Nahrung stärkt die Chakras, tote Nahrung schwächt sie. Wenn du dir bewusst bist, was die verschiedenen Lebensmittel mit dir machen, kannst du sie gezielt einsetzen. Du erkennst, was dir hilft und was nicht. Solltest du diese Technik zukünftig einsetzen, würde ich mich sehr über ein Feedback freuen. ;)
Wenn du die vorherigen Abschnitte gelesen hast, dürfte wohl schon klar sein, wie ich zu dieser Aussage stehe. Ja, es ist erwiesen, dass Fleisch zur Übersäuerung des Körpers beiträgt. Nein, Fleisch ist nicht per se schlecht für uns. Es gibt auch heute noch indigene Völker, die sich aufgrund ihrer Umgebung ausschliesslich von tierischen Produkten ernähren. Wenn die Gegend so trocken ist, dass keine für den Menschen verwertbaren Pflanzen vorhanden sind, kann man gar nicht anders als auf Tiere auszuweichen. In Afrika gibt es riesige Gebiete, wo das der Fall ist. Was diese Völker anders machen als wir in Europa, ist dass sie die geschlachteten Tiere umgehend komplett verspeisen. Das Blut wird getrunken, der Rest gegessen. Am Schluss bleiben nur noch Knochen und Haare übrig. Wir hingegen werfen das meiste weg. Was nicht saftiges Muskelfleisch ist, wird bei uns nicht mehr gegessen. Die wertvollen Teile, die der Übersäuerung entgegenwirken würden, landen in der Mülltonne. Würden wir das mitessen, hätten wir wahrscheinlich auch kein Problem mit Fleisch. Interessanterweise kennen diese Völker die weitverbreiteten Zivilisationskrankheiten, die unsere Gesellschaft plagen, überhaupt nicht. Sie erfreuen sich bester Gesundheit.
Was natürlich auch einen immensen Unterschied macht, ist die Lebensgeschichte der Tiere. Das Fleisch einer Kuh, die ihr ganzes Leben an der Sonne auf der Weide eines Biobauernhofs verbracht hat und zu Tode gestreichelt wurde, hat einen total anderen energetischen Abdruck als das Fleisch einer Kuh, die ihr Leben eingesperrt in einer 2m2 Box im Stall eines Industriebetriebes verbracht hat und dann auf grausamste Weise hingerichtet wurde. Die Erinnerung an das Leben der Tiere bleibt im Fleisch energetisch gespeichert. Wir essen es und integrieren diese Informationen in unser eigenes Energiefeld. Je nachdem zieht uns das runter oder eben nicht. Tierische Produkte sind nicht per se schlecht. Wie wir mit ihnen umgehen ist das Problem.
Auch wenn man auf Fleisch verzichtet, würde ich zumindest Eier und echte Butter aus Rohmilch auf dem Speiseplan belassen. Diese Butter besteht zu fast 100% aus hochwertigem Fett und die Eier liefern uns wertvolle Vitamine, Hormone und andere Stoffe, die wir benötigen. Vitamin B12 habe ich oben schon erwähnt. Es gibt kein pflanzliches Ersatzprodukt, welches auch nur annähernd an das Nährstoffprofil eines Eis herankommt. Bei der Butter ist es richtig übel. Ersatzprodukte wie Margarine werden grösstenteils aus billigsten pflanzlichen Ölen hergestellt, die man eigentlich nur als Industrieabfall bezeichnen kann. Dem werden noch etwas Aroma, Farbe und andere fragwürdige Zutaten beigemischt, um eine Substanz mit Konsistenz und Aussehen zu kreieren, die echter Butter ähnelt. Hier wird wieder mit unseren Sinnen gespielt. Jedem, der solche Produkte konsumiert, würde ich wärmstens empfehlen, sich das mal genauer anzusehen.
Das Verschwinden hochwertiger tierischer Fette aus unserer Nahrung ist ein echtes Problem. Sie wurden ersetzt durch billige Pflanzenöle, die laut dem österreichischen Arzt Dr. Retzek für fast alle chronischen Erkrankungen verantwortlich sind. Er hat auf https://ganzemedizin.at/pflanzliche-oele-krankheiten/ einen langen Artikel veröffentlicht, in dem er das Thema ausführlich behandelt. Sehr informativ und absolut lesenswert! Ich persönlich verwende in meiner Küche schon seit längerem nur noch echte Butter, Kokos- und Olivenöl.
Wie sieht es denn aus mit Milch? Gegen naturbelassene Rohmilch von weidenden Kühen wäre wahrscheinlich nichts einzuwenden. Kühe sind in Indien heilig. Da man sie nicht töten darf, bleibt eigentlich nur die Milch als Grund für die Verehrung übrig. Das spricht für ein wertvolles Lebensmittel. Die standardisierte Milch aus dem Supermarkt ist allerdings so stark verarbeitet, dass sie überhaupt nicht mehr mit dem Ursprungsprodukt vergleichbar ist. Man mischt Milch von tausenden von Kühen zusammen, zerkleinert die Fettpartikel und pasteurisiert diese Flüssigkeit. Das heisst, man erhitzt sie für kurze Zeit, was einen je nach Verfahren variierenden Anteil der enthaltenen Vitamine, Hormone, Enzyme und Proteine zerstört. Je nach Hersteller wird sie anschliessend künstlich wieder etwas aufgewertet oder eben auch nicht. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Milch so länger haltbar bleibt und immer gleich schmeckt. Das bedeutet aber auch, dass sie tot ist. Was die defekten Inhaltsstoffe für einen Effekt auf unsere Körper haben, kann ich nicht beurteilen. Energetisch ist dieses Produkt jedoch gar nicht toll. Gerade für Kleinkinder wäre Muttermilch auf jeden Fall zu bevorzugen.
Ich persönlich verwende keine industrielle Milch mehr und es geht mir besser so. Bei den verfügbaren Ersatzprodukten frage ich mich jedoch auch, wie gesund die sein können. Das wird ja nicht weniger verarbeitet. Ob sie ihre Versprechen halten, wird sich erst noch zeigen müssen. Im Endeffekt handelt es sich in beiden Fällen um Industrienahrung mit allen Vor- und Nachteilen, die dazugehören.
Das Thema Cholesterin ist eines der grossen Spannungsfelder zwischen der klassischen und der alternativen Medizinszene. Auf der einen Seite liest man, dass es böse ist und ein absoluter Killer, der Herzinfarkte verursacht und deshalb mit Medikamenten bekämpft werden muss. Auf der anderen Seite heisst es, das sei eine Lüge, die in die Welt gesetzt wurde, um den Konsumenten Produkte aus billigen Pflanzenölen anzudrehen. Das Problem mit diesen Ölen hatte ich ja im vorherigen Abschnitt schon angeschnitten. Langfristig soll die Unterdrückung des Cholesterins mittels Medikamenten zu Krankheiten wie Alzheimer und Demenz führen. Welche Seite recht hat in dieser Diskussion, weiss ich nicht. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte. Deshalb möchte ich hier auch keine klare Stellung beziehen und stattdessen auf ein paar Fakten hinweisen, die mir wichtig erscheinen.
Cholesterin ist ein Stoff, der von unserem Körper in der Leber produziert wird. Nur ein kleiner Teil wird durch die Nahrung aufgenommen. Wir reden hier von wenigen Prozenten. Die Behauptung, dass das in Fleisch enthaltene Cholesterin für all die Herzinfarkte verantwortlich ist, ist also ziemlich sicher nicht korrekt. Der Körper reguliert die sich in Umlauf befindliche Menge Cholesterin selbständig. Er kann Cholesterin aus der Leber abgeben und auch wieder zurückziehen. Die Nahrung hat darauf nur einen marginalen Einfluss. Möglicherweise kann das sogar komplett ignoriert werden, weil wenn wir mehr davon essen, wird der Körper die eigene Produktion je nach Bedarf reduzieren und umgekehrt. In dem Fall wäre die Nahrung für den Cholesterinspiegel irrelevant. Das heisst nicht, dass der Stoff nicht an Herzinfarkten beteiligt ist. Es geht hier nur um den Einfluss der Nahrung.
Jetzt stellt sich die Frage, was das Cholesterin als körpereigener Stoff denn für Aufgaben hat. Umsonst wird der Körper das ja nicht produzieren und schon gar nicht, um sich selber zu schaden. Es stellt sich heraus, dass Cholesterin im ganzen Körper extrem wichtige Aufgaben übernimmt. Es ist essentiell für die Verdauung, das Immunsystem, die Produktion von Hormonen, Vitaminen, dem Schutz vor Krebserkrankungen und es ist ein notwendiger Baustein der Zellmembranen aller Körperzellen. Wenn wir in die Selbstregulation des Körpers eingreifen, müssen wir also damit rechnen, dass wir immense Störungen verursachen. Reicht das vorhandene Cholesterin nicht aus, um die Zellmembranen intakt zu halten, werden mit der Zeit alle Körperzellen geschädigt. Das gilt natürlich auch für die Blutgefässe. Offenbar gibt es hier einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Cholesterin. Vitamin D ist äusserst wichtig für die Gesundheit der Blutgefässe. Diese können spröde und starr werden, worauf sich durch die stetigen Druckschwankungen des Blutes kleine Risse in den Gefässwänden bilden können, durch die das Blut austritt. Vitamin D wird für die Reparatur dieser Risse benötigt. Ein Mangel an Vitamin D führt zu hohen Cholesterinwerten, weil der Körper Schäden an den Blutgefässen mit Cholesterin zuklebt. Die Ablagerungen in den Blutgefässen, die später zu hohem Blutdruck und Herzinfarkten führen können, sind demzufolge eine Reaktion des Körpers auf den Vitamin D Mangel. Erhöht man den Vitamin D Spiegel, sinken in der Folge auch die Cholesterinwerte. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Ich gehe mal davon aus, dass dann auch die Verklebungen/Ablagerungen in den Blutgefässen abgebaut werden.
Was ist mit Alzheimer und Demenz? Nun, die Zellmembran fungiert bei Nerven und Gehirnzellen als Isolator. Was geschieht, wenn wir Stromkabel mit defekter Isolation rumliegen haben und den Strom einschalten? Kurzschluss! Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, wie das zu Störungen im Gehirn führen kann. Wir reden hier von einem gigantischen Kabelsalat, in dem konstant beachtliche Mengen Strom kreuz und quer durch den Schädel gejagt werden. Ein Kurzschluss in so einem System kann verheerende Folgen haben. Am Zugriff auf Erinnerungen ist das ganze Gehirn beteiligt. Es werden Bilder generiert, Wörter, Töne, Gerüche, Gefühle, usw. Die ganze Palette an Eindrücken unserer Wahrnehmung sind Bestandteil der Erinnerungen. Liegt ein Teil des Gehirns lahm wegen einer elektrischen Störung, funktioniert das Gedächtnis logischerweise nicht mehr wie gewohnt. Wir bezeichnen diesen Zustand dann als Alzheimer. Demenz geht noch weiter und beinhaltet Störungen im Denkprozess, der Sprache, Motorik usw. Die Ursache ist die selbe. Wenn die Signalübertragung gestört ist, funktionieren all diese Prozesse nicht mehr.
Wie gesagt liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte. Ich persönlich würde mir keine Sorgen machen um das Cholesterin und mich stattdessen aufs Vitamin D konzentrieren. Sonnencreme wegschmeissen und ab an die Sonne! Zufälligerweise ist Vitamin D auch ein sehr guter Schutz gegen Hautkrebs. Dazu noch etwas Bewegung und eine gesunde Ernährung. Diese sollte insbesondere auch genug Vitamin B12 beinhalten, da ein Mangel davon ebenfalls zur Demenz führen kann.
In letzter Zeit schwirrt vermehrt die Information herum, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten heute zwingend nötig ist. Ich stehe dem skeptisch gegenüber. Klar, wenn man sich nur von Fast Food ernährt oder spezifische Defizite hat, ist das nötig. Ansonsten stellt sich wohl eher die Frage, wofür man sein Geld ausgeben will. Solche Präparate sind ja nicht gerade günstig. Besonders wenn man sie auf Dauer einnimmt, schlägt das ganz schön aufs Budget. Ich tendiere eher dazu, das Geld in qualitativ hochwertige und vor allem nährstoffreiche Lebensmittel zu investieren anstatt in Pillen. Das erscheint mir sinnvoller. Aber das muss jeder selber entscheiden.
Wer Nahrungsergänzungsmittel oder Vitaminpräparate zu sich nimmt, sollte auf jeden Fall den Inhalt überprüfen. Leider ist es so, dass viele dieser Präparate künstlich im Labor hergestellt werden. Ein künstliches Vitamin ist nicht das selbe wie ein natürliches. Es ist fraglich, wie gut der Körper diese Stoffe überhaupt verwerten kann. Und dann ist da auch noch die Frage nach den sekundären Pflanzenstoffen, die je nachdem für die Verwertung erforderlich sind. Sind diese nicht vorhanden, entweder direkt im Präparat oder in der Nahrung, scheidet der Körper das Zeug einfach wieder aus. In dem Fall spült man sein Geld wortwörtlich die Toilette runter. Es gibt Präparate, die aus ganzen Pflanzenteilen hergestellt werden und solche, in denen einzeln isolierte Stoffe enthalten sind. Die aus ganzen Pflanzenteilen sind sicher sinnvoller. Sie decken beide Punkte ab.
Wenn es um die Umstellung auf Bio geht, was ich allen empfehle aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen, werden mir jeweils zwei Argumente entgegen gebracht. Auf die möchte ich hier kurz eingehen.
1. Bio ist zu teuer. Das kann oder möchte ich mir nicht leisten.
Ja, Bio ist teurer. Nein, es kostet langfristig nicht mehr. Was Bio unterschiedet von chemisch hergestellter Ware ist der Nährwert. In Bio-Lebensmitteln sind bedeutend mehr Nährstoffe enthalten als in den anderen Produkten. Man bekommt mehr fürs Geld, auch wenn es optisch nicht danach aussieht. Auch die Energetik ist total anders. Am Anfang ist es teurer. Das stimmt. Langfristig gibt man allerdings nicht mehr Geld aus. Ich wage zu behaupten, man gibt sogar weniger aus. Ganz einfach aus dem Grund, weil man weniger verbraucht. Sobald die Defizite abgebaut wurden, die aus dem Konsum "konventioneller" Nahrungsmittel entstanden sind, muss man nicht mehr so viel essen. Es ist ein Riesenunterschied. Das kann ich aus Erfahrung sagen. Ich staune selber immer wieder, wie wenig Geld ich heute für meine Nahrung ausgebe im Vergleich zu früher.
2. Bio ist reiner Betrug. Das ist genau die selbe Ware, nur anders verpackt.
Dem kann ich so nicht zustimmen. Echte Bio-Produkte sind einerseits viel weniger mit Giften belastet und andererseits nährstoffreicher. Deswegen sind sie ja teurer. Siehe Punkt 1. Es werden regelmässig Untersuchungen gemacht und Statistiken veröffentlicht, die das belegen. Aber, und da stimme ich diesem Einwand vollumfänglich zu, nicht alle Labels sind vertrauenswürdig. Ich denke da ganz speziell an das offizielle EU-Label. Das taugt definitiv nichts, weil es weltweit vergeben wird und keine Kontrollen durchgeführt werden. Leider. Es gibt jedoch eine ganz einfache Lösung dafür: Man kauft wenn immer möglich direkt beim Bauern ein oder auf dem Wochenmarkt. Es gibt mittlerweile auch Lieferdienste, die die Waren direkt vor die Haustüre liefern. So sind sie sogar noch günstiger, weil man die Händler umgeht. Und man weiss, woher sie stammen.
Am besten ist es wahrscheinlich, selbständig einen einfachen Test durchzuführen: Man kauft zwei Tomaten und zwei Gurken. Je eine Bio und eine Nicht-Bio. Und dann reinbeissen. Mehr Geschmack = mehr Nährstoffe. Vielleicht überzeugt das den ein oder anderen. Wenn nicht, ist das natürlich auch ok. Es geht ja hier darum, die beste Ernährung für dich zu finden.
Die Thema der richtigen Ernährung aus gesellschaftlicher Sicht taucht in Gesprächen immer wieder auf. Die Menschen sind offensichtlich verunsichert. Verständlich, man will ja das richtige tun. Ganz ehrlich, für mich hat die Diskussion, welches die bessere und die richtigere Ernährungsweise ist, mittlerweile eine Dimension angenommen, die man eigentlich nur noch als religiösen Fanatismus bezeichnen kann. Es geht gar nicht mehr darum, was für die Gesellschaft und den Planeten besser wäre. Es geht um politische und religiöse Dogmen. Früher hat der Priester in der Kirche den Leuten vorgeschrieben, was sie zu tun haben, damit sie nicht in der Hölle landen. Heute übernehmen Influencer und Politiker diese Funktion. Als Mehrheitsvegetarier erlebe ich den Druck manchmal von allen Seiten. Von den Karnivoren wird man verspottet, von den Veganern gehasst. Dabei frage ich mich, ist das wirklich nötig? Jeder Mensch ist ein Unikat mit seinen ganz persönlichen Bedürfnissen. Die einen brauchen Fleisch, die andern nicht. Die einen trinken Milch, die andern Soja. Wo ist das Problem?
Wenn du in diesem ganzen Drama den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, versuch dich von der Diskussion zu entfernen. Keine dieser Ernährungsweisen ist besser als die anderen. Sie sind einfach anders. Das ist alles, was es dazu zu sagen gibt. Wenn du den ganzen Text bis hierhin gelesen hast, willst du ja wahrscheinlich herausfinden, welches die richtige Ernährung für dich und deinen Körper ist. Also mach das mit deinem Körper aus. Lerne mit deinem Körper zu kommunizieren. Lerne das Geflüster deines Körpers wahrzunehmen. Das ist die Essenz dieser Seite. Genau das, was ich dir hier zu vermitteln versuche. Du und dein Körper, ihr seid ein Team. Macht das zusammen. Nimm Inputs von anderen entgegen. Das erweitert deinen Horizont. Aber folge nicht blindlings irgendeinem selbsternannten Guru. Und schon gar nicht mir. Dein Körper ist dein Guru. Folge ihm. Er hat alle Antworten.
Otakara Klettkes Buch "Hear Your Body Whisper" behandelt das Thema der Körperkommunikation sehr schön.
Dr. Uma Naidoo ist Psychiaterin, ausgebildete Köchin und Ernährungsexpertin. Sie schreibt Bücher über unsere Ernährung und ihre Auswirkungen auf das Gehirn. Dabei geht sie ganz spezifisch auf weit verbreitete psychische Störungen ein wie Depressionen, erklärt die Zusammenhänge und macht Vorschläge für eine angepasste Ernährungsweise. Auf ihrer Webseite gibt es eine Sektion mit köstlichen Rezepten für eine gute Laune.
How Not to Die von Dr. Michael Greger. Entdecke Nahrungsmittel, die dein Leben verlängern.
Wer es ganz genau wissen will, dem kann ich das Burgerstein Handbuch Nährstoffe sehr empfehlen. Darin ist so ziemlich alles erklärt, was die Wissenschaft aktuell zum Thema Ernährung hergibt.
Die hier publizierten Informationen basieren auf meinem aktuellen Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Dem voraus gehen jahrelange Recherchen und persönliche Erfahrungen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit der dargestellten Informationen. Sie dienen ausschliesslich der Aufklärung und sollen dem Leser Möglichkeiten aufzeigen. Das geschriebene dient nicht als Diagnose oder Therapie und kann in keiner Weise den Besuch bei einem qualifizierten Mediziner ersetzen. Wenn du selbständig Massnahmen ergreifst, tust du das auf eigene Verantwortung. Lass dich vom Naturheilpraktiker oder Arzt deiner Wahl beraten und begleiten. Informiere dich selbständig weiter, recherchiere, tausche dich aus mit anderen Betroffenen. Wenn du etwas findest, was deiner Meinung nach in diesen Artikel gehört, schreib mir bitte. Danke!